In einer kleinen Stadt am Rande des großen schwarzen Waldes lebt ein junger Mann namens Lukas. Lukas ist kein reicher Mann, aber er ist reich an Mitgefühl und Güte. Er arbeitet ehrenamtlich mit geringer Aufwandsentschädigung in einem Altenheim und kümmert sich um die Bewohner, insbesondere um einen älteren Herrn namens Herr Schmidt.
Herr Schmidt ist ein ehemaliger Lehrer, der nun im Rollstuhl sitzt und seine Tage im Altenheim verbringt. Er ist ein Mann voller Geschichten und Weisheit, aber seine Augen tragen die Melancholie der Einsamkeit und Sehnsucht nach der Welt außerhalb des Heims.
Einmal im Monat, für vier Stunden, holt Lukas Herrn Schmidt aus dem Heim ab und bringt ihn zu besonderen Gelegenheiten. Sie besuchen den Zirkus, den Weihnachtsmarkt und manchmal machen sie einfach nur eine Rundfahrt mit der Straßenbahn. Lukas bleibt oft länger als vier Stunden, obwohl er das aus eigener Tasche bezahlen muss. Aber das Geld ist ihm egal. Was zählt, ist das Leuchten in Herrn Schmidts Augen, wenn er die Welt außerhalb seines „Gefängnisses“ erleben darf.
Lukas findet Freude in diesen Begegnungen. Er liebt es, Herrn Schmidt zuzuhören, wie er von seiner Vergangenheit erzählt, seine Weisheit teilt und seine Begeisterung für die kleinen Dinge im Leben zeigt. Es ist, als würde er durch Herrn Schmidt eine andere Welt entdecken, eine Welt voller Geschichten und Erfahrungen, die er selbst nie gemacht hat.
Aber was motiviert Lukas wirklich? Warum opfert er seine Zeit und sein Geld für einen alten Mann, den er kaum kennt? Die Antwort liegt in der Herzensfreude, die er aus diesen Begegnungen zieht. Jedes Mal, wenn er Herrn Schmidt sieht, der mit leuchtenden Augen die Welt außerhalb seines Heims betrachtet, fühlt er eine tiefe Zufriedenheit und Freude. Es ist, als würde er durch seine kleinen Taten einen großen Unterschied in jemandes Leben machen.
Für Herrn Schmidt bedeuten diese Ausflüge die Welt. Sie sind seine Flucht aus der Einsamkeit und Routine des Altenheims. Sie sind seine Chance, die Welt zu erleben, die er so sehr vermisst. Und vor allem sind sie seine Chance, eine Verbindung zu jemandem zu haben, der sich wirklich um ihn kümmert.
So finden beide Männer, der junge Helfer und der alte Herr, in ihren monatlichen Ausflügen eine tiefe Freude und Zufriedenheit. Sie finden eine Verbindung, die über Alter und Umstände hinausgeht. Sie finden in ihren Begegnungen eine Herzensfreude, die ihr Leben bereichert und ihnen zeigt, dass Güte und Mitgefühl die mächtigsten Kräfte der Welt sind.