In der fernen Stadt KA lebte einst eine ältere Frau namens Meier. Sie wohnte allein weil ihre Angehörigen weit entfernt lebten. Gelegentlich hatte sie Schwierigkeiten mit ihrem Handy und dem Computer. Über eine fehlgeleitete Anfrage an eine Nachbarschaftshilfe aus einer anderen weit entfernte Stadt wurde ihr über private Kontakte Dr. Weber empfohlen. Er ist Physiker und half ihr intitial das Handy einzurichten und er erklärte ihr ein paar Dinge am Computer.
Das erste Treffen war von einer vorsichtigen Distanz geprägt. Doch schon da begann zwischen den beiden ein zartes Band des Vertrauens und des Mitgefühls zu wachsen. Es kam wie es oft kommt: Dr. Weber kam bald regelmäßig vorbei, half bei Einkäufen, erledigte kleine Dienste in und um ihr rießiges Haus. Herr Weber und Frau Meier wurde zu Vertrauten die viele Dinge miteinander teilten.
Doch mit fortschreitendem Alter verschlechterte sich der Zustand von Frau Meier. Eine schleichende Demenz nahm immer mehr Raum in ihrem Alltag ein. Bald arebeite Lukas mit einer engagierten Betreuung gemeinsam, die eingerichtet werden musste, um Frau Meier bestmöglich zu unterstützen. Trotz aller Fürsorge kam der Tag, an dem Frau Meier den jungen Physiker nicht mehr erkannte.
Nach seinem Abschied von Ihr wurde Herr Weber noch einmal von der Betreuung eingeladen: zur Beerdigung. Dieser Nachmittag zeigte dem Physiker wie stark die Verbindung zwischen den Beiden in wenigen Jahren gewachsen war. Doch die Geschichte endete nicht dort: Überraschend wurde der Physiker mit einer kleinen Erbschaft bedacht.
Und das große Haus von Frau Meier wurde testamentarisch in eine Notwohnschlafstätte umgewandelt – ein oft kurzfristiger Unterkunftsort für Menschen, die akut obdachlos sind oder dringend einen sicheren Schlafplatz brauchen.