Nach über 40 Jahren täglicher Arbeit ist R. aus St. Georgen im wohlverdienten Ruhestand. Und jetzt? Erwarten sie Langeweile oder Trübsal? Niemals. Denn dank BZ-Anzeige fand sich über das Helferportal der Sozialgenossenschaft SAGES schnell ein Ehrenamtsjob.
Und beim Relaxen im Keidelbad und beim Treffen mit Freundinnen fanden sich schnell zwei Kolleginnen, die auch Spass am Helfen haben und gleich mitmachten: Menschen zum Arzt fahren, beim Einkaufen helfen, Blumenkästen bepflanzen, einen Platz im Betreuten Wohnen finden oder auch nur mit Rat und Tat für ältere Menschen da sein oder ihnen Mut zuzusprechen – Aufgaben die fordern, aber auch vielseitig sind. Und es macht R. und den Freundinnen richtig Spass.
Als sie sich selbst eine Ehrenamtskarte beantragen wollte, wurde sie gefragt, ob sie nicht auch für andere Nachbarschaftshelfende mit beantragen wolle. Warum eigentlich nicht, dann lohnt sich der bürokratische Aufwand wenigstens, dachte sie. Mit Unterstützung der SAGES nahm sie den Menschen die Arbeit ab – und ermöglichte es so noch mehr Menschen Anerkennung und Wertschätzung durch durch die Angebote der Ehremamtkarte zu erhalten.
Und als die SAGES vom Freiburger Bündnis für Familie angefragt wurde, ob sie nicht den FreiburgPass mit verteilen will, war klar: R. ist die Richtige für diese Aufgabe. Zusammen mit zwei Freundinnen begann sie im Juni, den Pass zu beantragen und zu verteilen. Dazu sitzen sie Dienstags, zwischen 10 und 12Uhr im Büro der Sozialgenossenschaft SAGES und helfen gerne dabei, die Anträge auszufüllen.
R. ist nicht diejenige, die nur im Hintergrund arbeitet. Nein, sie ist die Frau, die gerne mit anpackt, wenn jemand Hilfe braucht. Und wenn es ihr zeitlich nicht möglich ist, die Jobs der Klienten zu übernehmen, dann fragt sie ihre Freundinnen, ob sie sie vertreten können und umgekehrt. Kein Problem also.
Auf die Frage, was ihr Geheimnis ist und sie antreibt, lacht sie nur und sagt: Andern Gutes zu tun, tut einem selber gut, ist Balsam für meine Seele.