NeNa-ÖffnA: Ältere Menschen dort erreichen, wo sie sind
Viele ältere Menschen leben zurückgezogen und wissen nicht, welche Hilfs- und Beratungsangebote es für sie gibt. Informationsdefizite, Berührungsängste vor dem Hilfesystem und Sprachbarrieren halten sie fern. Die Angebote hingegen warten hinter ihren Schreibtischen, dass die Hilfesuchenden selbst aktiv werden und von sich aus den ersten Schritt tun.
Genau diese Menschen erreichen die üblichen Wege über Ämter und Flyer nicht.
Das Netzwerk Nachbarschaftshilfe Freiburg (NeNa-Freiburg) geht deshalb einen anderen Weg.
Aufbauend auf der Studie „Öffnung des Wohnquartiers für das Alter“ (Schubert, Leitner, Veil und Vukoman, 2011–2013) bauen wir eine kommunikative Informationsinfrastruktur auf, die Wissen dorthin bringt, wo ältere Menschen ohnehin unterwegs sind. Getragen wird das Projekt von der Sozialgenossenschaft SAGES eG und ermöglicht durch eine großzügige Förderung der Deutschen Postcode-Lotterie.
Unser Weg: Information über Alltagskontakte
Statt zu warten, bis Menschen von sich aus in eine Beratungsstelle kommen, sollen die Informationen im ganz normalen Alltagsgespräch weitergegeben werden. Vermittler können Bäcker, Metzger und Gemüsehändler sein, genauso wie Apotheker, Ärzte und Friseur*innen oder Geistliche, die ohnehin vertrauten Kontakt zu älteren Menschen haben.
NeNa-Freiburg schreibt zunächst die Vermittler im Stadtteil an, läd sie zu einem Infoabend ein. Geschulte Mentor*innnen aus ihrer Nähe stehen Ihnen fortwährend als persönlichen Kontakt zur Seite.
Die Vermittler sollen entweder eine kompakte Infokarte weitergeben oder sogar gemeinsam mit den Älteren direkt einen Beratungstermin bei der passenden Stelle vereinbaren.
Wie wir voran schreiten werden
Die Vermittler fragen im Alltag der älteren Menschen nach ob Sie gegenenenfalls Hilfe brauchen können und vermitteln gegebenenfalls weiter:
- Wer Beratung braucht, findet sie im Seniorenbüro mit Pflegestützpunkt,
- bei kooperierenden Anlaufstellen wie Nachbarschaftshilfen und
- Quartiersarbeit oder,
- über den Malteser Senioren-Informationsdienst, sogar zu Hause.
Wen wir besonders erreichen wollen
Im Blick haben wir vor allem ältere Menschen, die zwar am Alltagsleben teilnehmen, aber schlecht über Hilfsangebote informiert sind. Zusätzlich erschwerend kommt hinzu, dass diese Zielgruppe häufig ein geringes Einkommen eine Migrationsgeschichte schultert. Für sie ist der vertraute Weg über bekannte Gesichter im Viertel oft der einzige, der wirklich ankommt.
Was wir erreichen wollen
Ältere Menschen sollen wissen, welche Unterstützung es gibt, Berührungsängste abbauen und die passende Hilfe tatsächlich in Anspruch nehmen. Durch diese Vernetzung soll mehr Hilfe bei den Hilfesuchenden an kommen, mehr Vertrauen im Stadtteil entsteht, in dem letztlich mehr die Menschen länger selbstbestimmt und gut versorgt zu Hause leben können.
Anmeldung und Kontakt
Einen offenen Infoabend haben wir geplant am für Dienstag, 28.7.2026 ab 18Uhr im Pavillon für Alle (Lehenerstr. 77p, direkt neben dem Arbeitsamt)
Anmeldung hier Kontakt: Dr. Nils Adolph, Frank Hellbeck
nils.adolph@sages-eg.org
Tel. 0761-4589 1846 4
Offene Sprechstunde in der Yorckstr. 23: dienstags, 10-16 Uhr