Baum in Gemeinschaft

Neue Kraft durch Selbstfürsorge

Als Frau W. zu uns kam, lag ein langer Weg hinter ihr. Viele Jahre zuvor war sie arbeitslos geworden und hatte über einen langen Zeitraum nicht arbeiten können. Diese Zeit war geprägt von inneren Themen und belastenden Erfahrungen, mit denen sie sich intensiv auseinandersetzte. Schritt für Schritt lernte sie, ihre eigenen Grenzen wahrzunehmen und ernst zu nehmen – ein Prozess, der Mut, Geduld und viel Selbstfürsorge verlangte.

Der Wunsch nach sinnstiftendem Tun

Der Wunsch, wieder etwas Sinnstiftendes zu tun, war Frau W. jedoch geblieben. Sie wollte sich einbringen, gebraucht werden und in Kontakt mit Menschen sein – aber ohne den Druck und die Überforderung, die sie aus der früheren Arbeitswelt her kannte und die letztlich zu der Erschöpfung geführt hatten.

Über die Sozialgenossenschaft SAGES fand Frau W. schließlich den Weg in die ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe. In ihrem eigenen Tempo übernahm sie die Begleitung von zwei Klientinnen: einer jüngeren und einer älteren Frau. So unterschiedlich beide Klientinnen auch sind, bei beiden Beziehungen entwickelten sich von Anfang an Momente von Respekt, Offenheit und Vertrauen.

Kraft durch Menschlichkeit

Durch diese Tätigkeiten konnte Frau W. wieder neue Kraft schöpfen. Sie erlebte sich als wirksam, als jemand, der etwas geben kann – und zugleich aber auch gut für sich selbst sorgen kann. Sie lernte, ihre eigenen Grenzen zu achten, Pausen zuzulassen und sich selbst treu zu bleiben. Anders als früher stand sie nicht unter Leistungsdruck. Es gab Raum für Menschlichkeit, für echtes Miteinander und für ein Arbeiten, das sich gut anfühlt. Auch die beiden Klientinnen spüren diese besondere Haltung. Sie schätzen die Zuverlässigkeit, das offene Ohr und das gegenseitige Vertrauen, das über die Zeit gewachsen ist. Für alle Beteiligten ist eine Verbindung entstanden, die trägt.

So wird deutlich, wie ehrenamtliches Engagement nicht nur anderen helfen kann, sondern auch den Helferinnen selbst. In einem geschützten Rahmen, ohne Überforderung, kann neues Vertrauen entstehen – in die eigene Kraft, in Beziehungen und in einen Weg, der sich stimmig anfühlt.

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