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	<title>2026 Archive - NeNa Freiburg</title>
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	<description>Netzwerk Nachbarschaftshilfe Freiburg</description>
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	<title>2026 Archive - NeNa Freiburg</title>
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		<title>Ab in die Tonne!</title>
		<link>https://nenafreiburg.net/ab-in-die-tonne/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nils Adolph]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Oct 2026 10:49:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2026]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Angebote für Lebensmittelgeschenke Rund 6,5 Millionen Tonnen Lebensmittel landen laut Verbraucherzentrale jedes Jahr allein in deutschen Privathaushalten im Müll, gut 78 Kilogramm pro Kopf. Mit ein wenig Herz und Verstand lassen sich im Alltag daraus einige gute Geschichten machen: Retten und teilen: foodsharing.de. Die Initiative steht für Wertschätzung von Lebensmitteln und gegen unnötige Verschwendung. Sie [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Angebote für Lebensmittelgeschenke</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rund 6,5 Millionen Tonnen Lebensmittel landen laut Verbraucherzentrale jedes Jahr allein in deutschen Privathaushalten im Müll, gut 78 Kilogramm pro Kopf. Mit ein wenig Herz und Verstand lassen sich im Alltag daraus einige gute Geschichten machen:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Retten und teilen: <a href="https://foodsharing.de/">foodsharing.de</a>.</strong> Die Initiative steht für Wertschätzung von Lebensmitteln und gegen unnötige Verschwendung. Sie sagt dabei offen, dass Lebensmittelrettung allein die strukturellen Ursachen von Verschwendung und Ernährungsarmut nicht löst. In Freiburg werden täglich 3,8 Tonnen Lebensmittel von Foodsharing gerettet. Das <a href="https://foodsharing-cafe-freiburg.de/projekte/">Foodsharing-Café Freiburg</a> wertet einen Teil dieser Lebensmittel zu warmen Mahlzeiten auf und verteilt diese kostenlos.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Retten und sparen: <a href="https://www.toogoodtogo.com/de">Too Good To Go</a>.</strong> Die App versteht sich als weltweit größter Marktplatz für überschüssige Lebensmittel. Geschäfte, Cafés und Restaurants bieten ihre Überschüsse als „Überraschungstüte“ an. Man reserviert und bezahlt in der App und holt die Tüte zur genannten Zeit ab. Es gibt auch Pakete für die Lieferung nach Hause.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitergeben an Bedürftige: <a href="https://www.tafel.de/">Tafel Deutschland</a>.</strong> Dem Dachverband sind über 980 Tafeln angeschlossen. Rund 77.000 Helferinnen und Helfer sammeln überschüssige, noch genießbare Lebensmittel und geben sie an armutsbetroffene Menschen weiter, laut Verband etwa 265.000 Tonnen im Jahr. Die Tafel-Suche auf der Website findet die nächste Ausgabestelle per Ort oder Postleitzahl, auch wer ehrenamtlich helfen oder spenden möchte, findet dort den Einstieg.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zu Hause besser planen: <a href="https://www.zugutfuerdietonne.de/">„Zu gut für die Tonne!“</a>.</strong> Die Kampagne des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat gibt Tipps zum Planen, Lagern und Verwerten. Dazu kommen eine App mit Reste-Rezepten, ein Lebensmittel-A-Z, Materialien zum Download und eine jährliche Aktionswoche.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aus Resten ein Essen machen: <a href="https://eat.de/resteverwertung/">eat.de</a>.</strong> Das kostenlose Tool schlägt Rezepte vor, die zu den Zutaten passen, die noch zu Hause liegen. Man filtert nach Zeitaufwand und Ernährungsweise (vegetarisch, vegan, laktosefrei, glutenfrei). Es braucht weder Anmeldung noch App, und die Datenbank umfasst über 6.000 erprobte Rezepte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Politisch mitwirken: <a href="https://www.goodfoodforall.eu/">Good Food For All</a>.</strong> Die Europäische Bürgerinitiative trägt den Titel „Essen ist ein Menschenrecht für alle!“ Ihr skandalöser Ausgangspunkt: Mindestens ein Fünftel der europäischen Bevölkerung hat keinen Zugang zu angemessener Nahrung und industrielle Lebensmittelsysteme verschärfen diese Ungleichheit. Die Initiative fordert die EU auf, das Recht auf Nahrung in den EU-Rechtsrahmen aufzunehmen. Konkret verlangt sie unter anderem eine Verordnung für nachhaltige und faire Lebensmittelsysteme, einen EU-Ernährungsrat, ein Spekulationsverbot für Lebensmittel, gesunde und erschwingliche Schulmahlzeiten sowie eine Richtlinie mit verbindlichen Zielen zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen. Die Initiative braucht bis zum 7. Januar 2027 eine Million Unterschriften.</p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Bild: <a href="https://pixabay.com/users/shlomaster-2095460/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=731165">Shlomaster</a> auf <a href="https://pixabay.com//?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=731165">Pixabay</a>, bearbeitet mit KI</p>
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		<title>&#8222;Wir holen Sie da raus!&#8220;</title>
		<link>https://nenafreiburg.net/wir-holen-sie-da-raus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nils Adolph]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Sep 2026 09:23:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2026]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Befreiung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>An einem heißen Augusttag 2015 erhielten wir die Nachricht, dass meine 250 km von Freiburg entfernt lebenden Eltern beide in unterschiedlichen Krankenhäusern lagen. Mein Freund und ich nahmen sofort Urlaub, fuhren mit dem Fernbus nach Saarbrücken und organisierten ein Carsharing-Auto. Es stand zunächst nur ein E-Auto zur Verfügung und erst um 15 Uhr ein Benziner. [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"> An einem heißen Augusttag 2015 erhielten wir die Nachricht, dass meine 250 km von Freiburg entfernt lebenden Eltern beide in unterschiedlichen Krankenhäusern lagen. Mein Freund und ich nahmen sofort Urlaub, fuhren mit dem Fernbus nach Saarbrücken und organisierten ein Carsharing-Auto. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es stand zunächst nur ein E-Auto zur Verfügung und erst um 15 Uhr ein Benziner. Zuerst fuhren wir mit dem damals noch spektakulären E-Auto zu meiner Mutter in die Homburger Klinik, wo wir sie gut versorgt fanden, dann zurück nach Saarbrücken, um das Auto zu wechseln. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei hatten wir die Reichweitenrechnung ohne die Klimaanlage gemacht &#8211; es war ja sehr heiß. Auf der Stadtautobahn kündigte sich das Ende des Batterievolumens lautstark an. Es hätte gerade so gepasst, wenn wir nicht die richtige Brücke über die Saar verpasst hätten und direkt dahinter in einen großen Baustellenstau geraten wären. Die Anzeige blinkte unerbittlich und kein Entrinnen aus dem Stau in Sicht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wären wir auf der Autobahn liegen geblieben, hätte uns niemand abschleppen können und wir hätten die einzige verbleibende Spur blockiert. Trotzdem bot der Carsharing-Betreiber mit Sitz in Frankfurt uns an, einen lokalen Abschleppdienst zu beauftragen und passte die Ausleihzeit der beiden Autos an. Den Satz der Mitarbeiterin werde ich nie vergessen: &#8222;Keine Angst, Frau L., wir holen Sie da raus!&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz bevor der Abschleppdienst losfahren wollte, der aber eigentlich auch nur im Stau stecken geblieben wäre, kam eine Lösung in Gestalt einer kleinen privaten Zufahrt zu einer Kleingartenanlage, die wir mit dem letzten Rest Strom ansteuerten. Die Besucher des dortigen Kiosks staunten nicht schlecht, als wir nach einer Stromspende für unser E-Auto fragten. Die Kabeltrommel war schnell angeschlossen und in der Wartezeit gab es Schnitzel und einen Plausch mit den netten Saarbrückern, denen wir ein Schnäpschen ausgaben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rest klappte gut: Autotausch, Besuch bei meinem Vater im anderen Krankenhaus und Versorgungsabsprachen. Glück gehabt!</p>
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		<title>Ein Sommerabend voll gemeinsamen Glücks</title>
		<link>https://nenafreiburg.net/ein-sommerabend-voll-gemeinsamen-gluecks/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nils Adolph]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Aug 2026 15:17:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2026]]></category>
		<category><![CDATA[Harmonie]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Zusammen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Musik ist für mich seit meiner Schulzeit ein Lebenselixier – sie hat mich durch viele Lebensphasen begleitet und immer wieder Menschen in guter Stimmung zusammengebracht. Seit meinem Umzug nach Freiburg durfte ich mit vielen von ihnen musizieren: Gleichaltrigen, Jüngeren, noch Jüngeren. Jedes gemeinsame Spiel war ein kleines Geschenk, aber letzte Woche erlebte ich ein echtes&#160;Crescendo [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Musik ist für mich seit meiner Schulzeit ein Lebenselixier – sie hat mich durch viele Lebensphasen begleitet und immer wieder Menschen in guter Stimmung zusammengebracht. Seit meinem Umzug nach Freiburg durfte ich mit vielen von ihnen musizieren: Gleichaltrigen, Jüngeren, noch Jüngeren. Jedes gemeinsame Spiel war ein kleines Geschenk, aber letzte Woche erlebte ich ein echtes&nbsp;Crescendo meiner&nbsp;musikalischen Reise.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="499" height="266" src="https://nenafreiburg.net/wp-content/uploads/2026/08/image0.jpeg" alt="" class="wp-image-1258" srcset="https://nenafreiburg.net/wp-content/uploads/2026/08/image0.jpeg 499w, https://nenafreiburg.net/wp-content/uploads/2026/08/image0-300x160.jpeg 300w" sizes="(max-width: 499px) 100vw, 499px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Theater Freiburg hatte zum Symphonic Mobb eingeladen – einem besonderen Format, bei dem alle Menschen, die ein Instrument spielen, willkommen waren, gemeinsam mit dem Philharmonischen Orchester Freiburg einige der bekanntesten Werke der klassischen Musik aufzuführen. Diese Einladung zeigt mir wie offen und lebendig das Freiburger Musikleben sein kann: Profis und Laien, Erfahrene und Neulinge, alle auf Augenhöhe im harmonischen Zusammenspiel.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Am vergangenen Samstag wurde daraus Wirklichkeit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Über 200 Menschen kamen in der Halle der Freiburger Turnerschaft 1844 zusammen, um gemeinsam zu musizieren. Die Atmosphäre war mitreißend. Die Luft war vom Zusammenklang des gemeinsame Spiels erfüllt,  200 fremde Menschen  miteinander verbunden, ganz unabhängig von Alter, Herkunft, Hautarbe oder Erfahrung. Damit haben wir uns selbst und dem zahlreichen Publikum einen wunderbaren Abend bereitet und dabei sind auch neuen, hoffentlich nachhaltige Verbindungen entstanden.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="595" height="764" src="https://nenafreiburg.net/wp-content/uploads/2026/08/image1.jpeg" alt="" class="wp-image-1259" srcset="https://nenafreiburg.net/wp-content/uploads/2026/08/image1.jpeg 595w, https://nenafreiburg.net/wp-content/uploads/2026/08/image1-234x300.jpeg 234w" sizes="(max-width: 595px) 100vw, 595px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Dieser Abend war ein schönes Beispiel dafür was Musik leisten kann</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sie holt Menschen aus ihrer Vereinzelung, schafft Gemeinschaft im Moment des Zusammenklingens weil Menschen sich ohne Fragen nach der Gegengabe verschenken, so dass durchs Teilen am Ende alle ein bisschen reicher nach Hause gehen also sie gekommen sind. Ein großes Glück so etwas erleben zu dürfen.</p>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:100%">
<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" src="https://nenafreiburg.net/wp-content/uploads/2026/08/F6F0B5E9-DEA0-4D7B-A7CF-21F3B7856DE8.png" alt="Wolf Hillermann mit AI bearbeitet " class="wp-image-1257"/></figure>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Wolf Hillermann mit AI bearbeitet</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Übrigens</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Solche Momente entstehen nicht von allein – sie brauchen den richtigen Raum. Auch das <a href="https://www.sages-eg.org/die-neuen-alten-gelingend-aelterwerden/">DNA-Die Neuen Alten</a> planen gerade eine ähnliche Aktion: Für einen Chor-Workshop suchen wir von Oktober bis Dezember einen geeigneten Raum mit Klavier und gutem Raumklang – vorzugsweise mittwochs ab 17 Uhr, zunächst für 5 Termine im genannten Zeitraum. Wer einen passenden Raum kennt oder anbieten kann, meldet sich gerne per E-Mail an <a href="mailto:ma*********@******eg.org" title="Dieser Kontakt wurde von Anti-Spam by CleanTalk verschlüsselt. Klicken Sie hier, um ihn zu entschlüsseln. Um die Entschlüsselung abzuschließen, stellen Sie sicher, dass JavaScript in Ihrem Browser aktiviert ist." data-original-string="Uc+TFbRxE4jQVrleuK7f0A==2bcE8dr6RcPVlUJkBLYtwWJ3IV329QxBOv/dwXZ3yTrAdc="><span 
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<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<item>
		<title>An Omas Rockzipfel kochen gelernt</title>
		<link>https://nenafreiburg.net/an-omas-rockzipfel-kochen-gelernt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nils Adolph]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jul 2026 16:28:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2026]]></category>
		<category><![CDATA[Kochen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich wurde 1954 geboren, meine Mutter war damals 18 Jahre alt und ledig – im verstaubten Nachkriegsdeutschland eine große Sünde. Pro forma verlobten sich meine Eltern an Pfingsten, um wenigstens ein wenig die Form zu wahren. Bis sie schließlich heirateten, vergingen zwei Jahre, die ich bei meiner Oma verbringen durfte. Ohne diese Unterstützung, wer weiß, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ich wurde 1954 geboren, meine Mutter war damals 18 Jahre alt und ledig – im verstaubten Nachkriegsdeutschland eine große Sünde. Pro forma verlobten sich meine Eltern an Pfingsten, um wenigstens ein wenig die Form zu wahren. Bis sie schließlich heirateten, vergingen zwei Jahre, die ich bei meiner Oma verbringen durfte. Ohne diese Unterstützung, wer weiß, wie alles gekommen wäre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Oma hatte drei Töchter und sich immer einen Sohn gewünscht. Nun war ich ihr Erster: ihr Enkelsohn, ihr „Wolfgängle&#8220;. Und liebe LeserInnen, glauben Sie mir – als Nummer eins ging es mir dabei sehr gut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir wohnten beim städtischen Schlachthof, wo mein Opa als Metzger arbeitete. Er stellte die Schwarzwürstle für die ganze Familie selbst her, und ich erinnere mich genau an die Zinkwanne, die dafür in der Küche stand. Das Blut mussten wir ständig rühren, damit es nicht gerann, dann kamen fetter Speck und Gewürze hinzu. Wir Enkel durften immer als Erste probieren – ich kann mich nicht erinnern, je wieder so leckere Würstle gegessen zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vermutlich hing ich meiner Oma damals ständig am Rockzipfel, auch am alten Holzherd war ich immer dabei. Wahrscheinlich bin ich deshalb später zum Hobbykoch geworden. Besonders gut erinnere ich mich an ihre Spiegeleier – bei uns im Badischen sagt man auch „Ochsenauge&#8220; dazu –, wenn die Butter in der Pfanne schmolz. „Schau, Wolfgängle, die Eier müssen in der Pfanne springen vor Freude&#8220;, sagte meine Oma dann immer. Noch heute esse ich gerne ein Ochsenauge zum Frühstück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Direkt gegenüber, über der Straße, lag eine Rossschwemme, in der die Pferde gewaschen wurden. Im Winter war sie zugefroren, und ich brach beim Spielen am Rand ein. Pitschnass kam ich nach Hause – doch statt Schimpfe gab es nach dem Trockenrubbeln einen heißen Kakao. „Gut, dass nichts passiert ist, Wolfgängle&#8220;, sagte meine Oma nur und strich mir zärtlich übers Haar. Ein böses Wort habe ich von ihr nie gehört. Und so zärtlich übers Haar gestrichen worden bin ich seitdem auch nie mehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wolfgang Rombach, Freiburg</p>



<p class="wp-block-paragraph">PS: Meiner noch lebenden Mutter habe ich nie von dieser Geschichte erzählt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Rex, Maxl und der Kreis der Nachbarschaft</title>
		<link>https://nenafreiburg.net/rex-maxl-und-der-kreis-der-nachbarschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nils Adolph]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jul 2026 11:02:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2026]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich wohne in Haslach in einem großen Wohnblock aus den 30er Jahren – Nachbarschaft im eigentlichen Sinne gibt es hier kaum. Anfangs habe ich versucht, Kontakt zu den Nachbarn aufzubauen, bin aber meist auf Ablehnung gestoßen. Trotzdem beobachte ich mein Umfeld gerne aufmerksam, auch weil ich selbst Hunde habe und so automatisch mitbekomme, wer sonst [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ich wohne in Haslach in einem großen Wohnblock aus den 30er Jahren – Nachbarschaft im eigentlichen Sinne gibt es hier kaum. Anfangs habe ich versucht, Kontakt zu den Nachbarn aufzubauen, bin aber meist auf Ablehnung gestoßen. Trotzdem beobachte ich mein Umfeld gerne aufmerksam, auch weil ich selbst Hunde habe und so automatisch mitbekomme, wer sonst noch welche hält.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Nachbarhaus lebte eine alte Dame mit einem quirligen jungen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jack_Russell_Terrier">Jack-Russell</a>-Rüden namens Rex – eigentlich viel zu lebhaft für sie. Sie behandelte ihn schroff, wies aber jedes Angebot, mit ihm spazieren zu gehen, weit von sich. Auch sonst war an sie kaum heranzukommen: misstrauisch, gesprächsscheu, jede Annäherung blockte sie ab.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="683" height="1024" src="https://nenafreiburg.net/wp-content/uploads/2026/07/rex-683x1024.png" alt="Fotos von Rex" class="wp-image-1233" srcset="https://nenafreiburg.net/wp-content/uploads/2026/07/rex-683x1024.png 683w, https://nenafreiburg.net/wp-content/uploads/2026/07/rex-200x300.png 200w, https://nenafreiburg.net/wp-content/uploads/2026/07/rex-768x1152.png 768w, https://nenafreiburg.net/wp-content/uploads/2026/07/rex-1024x1536.png 1024w, https://nenafreiburg.net/wp-content/uploads/2026/07/rex.png 1365w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption">Fotos von Rex</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Umso mehr überraschte es mich, als ich Jahre später einen Zettel in meinem Briefkasten fand: Ich solle sofort vorbeikommen und den Rex holen. Dass sie überhaupt wusste, wer ich war – und warum sie annahm, ich würde einer solchen Aufforderung folgen –, war mir schleierhaft. Gesprochen hatten wir bis dahin praktisch nie miteinander. Aber mir war klar: </p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Frau war allein, und irgendetwas musste passiert sein.</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich ging hin. Sie erklärte mir, ohne zu fragen, ob ich das überhaupt könnte: Sie müsse am nächsten Tag ins Krankenhaus, wisse nicht, wann sie zurückkäme, und ich müsse Rex nehmen. Da ich noch Kapazität für einen dritten Hund hatte, nahm ich ihn in Pflege. Er blühte bei uns auf – bei seinem Frauchen war er nie über die kurze Leine vors Haus hinausgekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich besuchte die Dame im Krankenhaus. Aus den angekündigten Tagen wurden zwei Monate – ein offenes Bein wollte nicht heilen. Als sie zurückkam, konnte sie noch schlechter laufen. Ich bot an, dass Rex bei uns bleiben und ich ihn regelmäßig zu Besuch bringen könnte. Sie schrie mich nur an, ich solle verschwinden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Von da an beobachtete ich aus der Ferne</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wohnte gegenüber und konnte auf ihr Fenster sehen –, wie es ihr zunehmend schlechter ging. Sie versuchte es noch mit Hundesittern, war aber auch zu denen so unfreundlich, dass keiner blieb. Irgendwann öffnete der Laden gar nicht mehr, weder sie noch der Hund waren draußen zu sehen. Ich nahm an, sie sei ins Altersheim gekommen und der Hund im Tierheim gelandet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann hörte ich, dass sie mehrere Tage tot in ihrer Wohnung gelegen hatte, bevor es auffiel. Aus Sorge um den Hund rief ich im Tierheim an. Er war tatsächlich dort – ihre Betreuerin hatte die Kosten übernommen, er war in schlechtem Zustand angekommen. Mit 13 Jahren war er nicht leicht zu vermitteln, aber ich holte ihn ab, auch wenn er eigentlich nicht in unser Leben mit jüngeren Hunden und kleiner Wohnung passte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ohne große Hoffnung </h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich gab ich eine Vermittlungsanzeige auf. Es meldete sich eine 76-jährige Dame aus demselben Viertel: Ihr eigener Jack Russell war im selben Jahr vergiftet worden, und sie wünschte sich noch einmal einen alten Hund zum Spazierengehen – sie habe Erfahrung und Leute, die im Krankheitsfall einspringen könnten. Bei ihrem Besuch war sie sichtlich bewegt, weil Rex ihrem verstorbenen Hund ähnelte. Und Rex selbst blühte in ihrer Wohnung sofort auf – vermutlich, weil auch sie starke Raucherin war und ihre Wohnung ähnlich roch wie die seiner früheren Besitzerin. Nach einer Nacht Bedenkzeit war klar: Die beiden passten zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So kam es auch. Rex, nun Maxl genannt, führte noch fünf gute Jahre mit ihr – Auslauf, Seebäder, ein aktives Hundeleben. Da die Dame in ihrem Viertel einsam war und ihre Kinder weit weg lebten, brachte ich sie mit einer Freundin von mir zusammen, die in derselben Gegend wohnte. Die beiden verstanden sich gut, meine Freundin half bei größeren Einkäufen und gelegentlich im Haushalt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Maxl mit fast 18 Jahren starb, entschied die Dame vernünftig, mit über 80 keinen Hund mehr zu nehmen. Meine Freundin besuchte sie aber weiter und half beim Einkaufen – Kontakt bestand alle paar Tage. Als sie sie einmal weder telefonisch noch über WhatsApp erreichte, ging sie zur Wohnung, klingelte vergeblich, hörte aber leise Rufe durch die Tür und alarmierte die Feuerwehr. Die Dame war gestürzt und hatte bereits zwei Tage hilflos im Schlafzimmer gelegen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Hier schließt sich der Kreis</h2>



<p class="wp-block-paragraph"> – und erklärt, warum ich diese Geschichte unter dem Thema Nachbarschaft erzähle: <strong>Hätte ich nicht den Hund meiner Nachbarin übernommen, ihn weitervermittelt und die neue Halterin mit einer Freundin aus ihrer Nachbarschaft verkuppelt, wäre die Dame – heute 86 – vermutlich nicht mehr am Leben. </strong>Sie hat sich damals gut erholt, ist mental klar und lebt bis heute allein, unterstützt durch eine <a href="https://www.sages-eg.org/helferportal/">Nachbarschaftshilfe</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nenafreiburg.net/rex-maxl-und-der-kreis-der-nachbarschaft/">Rex, Maxl und der Kreis der Nachbarschaft</a> erschien zuerst auf <a href="https://nenafreiburg.net">NeNa Freiburg</a>.</p>
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		<title>&#8222;Nachbarschaft ist machbar, Herr und Frau Nachbar&#8220;</title>
		<link>https://nenafreiburg.net/nachbarschaft-ist-machbar-herr-und-frau-nachbar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nils Adolph]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jul 2026 21:12:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2026]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Kolumne mit Mission Seit März 2018 hat das Bürgerblatt Oberwiehre-Waldsee-Oberau eine feste Rubrik, die sich einem einzigen, unscheinbar-großen Thema widmet: der Nachbarschaft. Ihr Motto steht seither unverändert über jedem Beitrag: &#8222;Gelebte Nachbarschaft erhöht die Lebensqualität im Stadtteil [&#8230;] konkrete Beispiele geben Anregungen, denn Nachbarschaft ist machbar, Herr und Frau Nachbar.&#8220; Kein abstraktes Wohlfühlgerede also, [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Eine Kolumne mit Mission</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Seit <a href="https://oberwiehre-waldsee.de/wp-content/uploads/2018/03/BBL-244-M%C3%A4rz-2018.pdf">März 2018 hat das Bürgerblatt Oberwiehre-Waldsee-Oberau</a> eine feste Rubrik, die sich einem einzigen, unscheinbar-großen Thema widmet: der Nachbarschaft. Ihr Motto steht seither unverändert über jedem Beitrag: <em>&#8222;Gelebte Nachbarschaft erhöht die Lebensqualität im Stadtteil [&#8230;] konkrete Beispiele geben Anregungen, denn Nachbarschaft ist machbar, Herr und Frau Nachbar.&#8220;</em> Kein abstraktes Wohlfühlgerede also, sondern der Anspruch, mit ganz konkreten Beispielen – und am besten gleich mit Telefonnummer dazu – zum Nachmachen einzuladen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Viele Hände, eine Rubrik</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine feste Kolumnistin seit 2019 ist Gabriele Hartmann. Außerdem speisen verschiedene Menschen aus dem Umfeld der Nachbarschaftsbörse Freiburg Ost und später des Freundeskreis Altenhilfe ihre Beiträge ein, verantwortet vom jeweiligen Bürgervereinsvorstand. Ein Sammelbecken für kleine gute Taten, sozusagen – getragen von wechselnden, aber verlässlichen Händen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der digitale Nachbar von nebenan</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei-, dreimal schimmert in den umliegenden Artikeln ein Name auf, der über die Jahre größer wurde: &#8222;DNA-Die Neuen Alten&#8220;. 2019 und 2020 wird Vernetzungsidee für die Generation 50plus vorgestellt – und später die Plattformidee <a href="https://www.sages-eg.org/">sages-eg.org</a>, die Nachbarschaftshilfe, Sport und aktives Altern digital unter ein Dach bringt. Die klassische Zettel-und-Sprechstunden-Nachbarschaftshilfe bekommt Gesellschaft im Netz.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Jahre im Zeitraffer</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>2018 – Der Anfang:</strong> Die Rubrik tastet sich vor, erscheint nur unregelmäßig. Es geht vor allem um die Sprechstunden der Nachbarschaftsbörse Freiburg Ost.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>2019 – Jetzt aber richtig:</strong> Ab sofort jeden Monat dabei. Kleine Alltagsgeschichten machen die Runde – Zeitschriften tauschen, beim Bücherausleihen helfen – dazwischen auch mal Sorgen um die Finanzierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>2020 – Digital kommt dazu:</strong> Die Nachbarschaftsbörse bleibt Stammgast, während nebenan die ersten digitalen Vernetzungsprojekte Einzug halten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>2021 – Als plötzlich niemand mehr vorbeikommen konnte:</strong> Die Pandemie hinterlässt Spuren – fast ein Drittel der Ehrenamtlichen im Freundeskreis Altenhilfe ist weggebrochen. Die Kolumne ruft dringend nach neuen &#8222;Zeitspendern&#8220; für Menschen, die plötzlich sehr allein waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>2022 – Auf drei Rädern durch den Frühling:</strong> Rikscha-Ausflüge für ältere Menschen kommen ins Programm – Fahrtwind, frische Luft, Gesellschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>2023 – Der große Wegweiser:</strong> Eine Sammlung an Adressen und Anlaufstellen gegen Einsamkeit und Langeweile im Alter, vom Seniorenbüro bis zum Stammtisch 55+.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>2024 – Zwei Rikschas sind besser als eine:</strong> Gleich zwei Anbieter kutschieren nun ältere Freiburger:innen durchs Dreisamtal.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>2025 – Kurz verschnauft:</strong> Die Rubrik erscheint, aber nur mit ihrem Rahmentext – als würde sie kurz Luft holen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>2026 – Zurück mit Schwung:</strong> Der bundesweite &#8222;Tag der Nachbarschaft&#8220; wird gefeiert, im Laubenhof gibt es ein Nachbarschaftsfest – die kleine Kolumne lebt munter weiter.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Acht Jahre, ein Versprechen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Was bleibt, ist eine bemerkenswerte Beständigkeit: eine ehrenamtlich geschriebene Rubrik in einem komplett ehrenamtlich produzierten Bürgerblatt, die seit über acht Jahren nicht verschwunden ist – durch Vorstandswechsel, eine Umbenennung des Vereins und eine Pandemie hindurch. Sie hält was sie verspricht. Genau wie gute Nachbarschaft eben. Vielen Dank.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Artikel erstellt von Nils Adolph mit Hilfe einer Intelligenzsimulation (KI)</p>
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		<title>Von Widerstand und Lebensfreude</title>
		<link>https://nenafreiburg.net/von-widerstand-und-lebensfreude/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nils Adolph]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2026 10:55:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2026]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Rollstuhl]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Nachbarschaftshilfe begleite ich einen über 90-jährigen Mann, der körperlich geschwächt ist und nur noch kleine Strecken zu Fuß bewältigen kann. Des Öfteren versuchte ich ihn zu überzeugen, dass ein Rollstuhl eine Möglichkeit wäre, wieder Ausflüge in die Stadt zu unternehmen – von denen er mir oft erzählt und die er mit seiner vor [&#8230;]</p>
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]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">In der <a href="https://www.sages-eg.org/helferportal/">Nachbarschaftshilfe</a> begleite ich einen über 90-jährigen Mann, der körperlich geschwächt ist und nur noch kleine Strecken zu Fuß bewältigen kann. Des Öfteren versuchte ich ihn zu überzeugen, dass ein Rollstuhl eine Möglichkeit wäre, wieder Ausflüge in die Stadt zu unternehmen – von denen er mir oft erzählt und die er mit seiner vor zwei Jahren verstorbenen Frau gemacht hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Anfängliche Ablehnung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rollstuhl zu sitzen ist bei ihm auf völlige Ablehnung gestoßen. Er soll gefahren werden? Das bedeutete für ihn Unselbständigkeit, Abhängigkeit und ein Zeichen von Altern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Wunsch gibt den Anstoß</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einem Treffen hat er den Wunsch geäußert, dass er so gerne mal wieder auf den Münstermarkt gehen würde – zum Obst- und Gemüsekauf und zum Essen einer Langen Roten. Die Gelegenheit habe ich genutzt und ihm nochmals den Vorteil eines Rollstuhls geschildert. Nach längerem Hin und Her war er damit einverstanden, dass ich beim Hausarzt ein Rezept anfordern und einen Rollstuhl beim Sanitätshaus bestellen soll. Es dauerte nur fünf Tage, bis alles erledigt war.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der erste Ausflug</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nun konnte es losgehen. Wir fuhren mit der Straßenbahn in die Stadt, besuchten den Markt, aßen eine Wurst, die er sehr genossen hat, und gingen noch etwas spazieren. Er war so gerührt und begeistert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neue Lebensfreude</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Seit diesem Zeitpunkt sind wir beide, wenn es die Zeit erlaubt, unterwegs und erleben so einiges außerhalb der Wohnung. Das Unterwegssein mit dem Rollstuhl hat ihm wieder mehr Lebensfreude geschenkt.</p>
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		<title>Ein Zuhause retten</title>
		<link>https://nenafreiburg.net/ein-zuhause-retten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nils Adolph]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 May 2026 16:38:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2026]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das war im November, ein richtiger Grautag, als ich das erste Mal bei den Bauers geklingelt hab. Ich sollte eigentlich nur die Papiere in Ordnung bringen, so ein bisschen Bürokram, Akten sortieren, das Übliche. Nichts Ungewöhnliches, dachte ich. Aber dann hab ich die Tür aufgemacht und gleich gespürt: Hier stimmt was nicht. Frau Bauer hat [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nenafreiburg.net/ein-zuhause-retten/">Ein Zuhause retten</a> erschien zuerst auf <a href="https://nenafreiburg.net">NeNa Freiburg</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Das war im November, ein richtiger Grautag, als ich das erste Mal bei den Bauers geklingelt hab. Ich sollte eigentlich nur die Papiere in Ordnung bringen, so ein bisschen Bürokram, Akten sortieren, das Übliche. Nichts Ungewöhnliches, dachte ich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber dann hab ich die Tür aufgemacht und gleich gespürt: Hier stimmt was nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frau Bauer hat mich angelächelt, so ein nettes Lächeln, aber die Augen – die sind nirgends hängen geblieben. Einfach aktiv die ganze Zeit und dann ist sie gleich weg in die Küche und hat da angefangen irgendwas zu machen. Herr Bauer kam noch nicht einmal dazu, ihr zu erklären wer ich bin. Das hat eine typische Aura ergeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hab angefangen mit den Akten. Und je länger ich da saß, desto mehr hab ich gemerkt wie es wirklich steht. Medikamentenrechnungen stapelweise und alles durcheinander. Dann hat Herr Bauer mir erzählt, dass seine Frau nachts manchmal durch die Wohnung irrt. Und er hat das alles alleine geschultert – dabei ist er selber krank und körperlich stark eingeschränkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann hat er mir eines Abends erzählt, dass sein Umfeld darauf drängt, dass sie in ein Seniorenheim umziehen, und er nicht genau weiß wie es weitergehen soll. Was soll man da groß sagen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hab ihm dann die Nummer vom Seniorenbüro gegeben. Das mach ich öfter, wenn ich merke dass jemand mehr braucht als ich alleine geben kann. Die Leute vom <a href="https://www.freiburg.de/pb/,Lde/228848.html">Seniorenbüro</a> sind dann irgendwann sogar bei ihm zu Hause vorbeigekommen, haben sich ein Bild gemacht und wir haben uns lange unterhalten. Später war dann noch ein Richter da, um festzustellen ob Herr Bauer sich selbst vorsorgen kann – und das wurde ihm bestätigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Herr Bauer hat kurz aufgeatmet. Aber dann ist es schlimmer geworden. Frau Bauer wurde immer schwieriger. Dennoch hat Herr Bauer gesagt: Pflegeheim kommt für uns nicht infrage. Da die Nachbarschaftshilfe, die wir gemeinsam organisiert hatten, nur tagsüber und nicht dauerhaft da sein kann, hat er die Idee gehabt, dass ich das Büro umräumen könnte und eine 24-Stunden-Kraft organisiere. Das haben wir in drei kurzen Sätzen auf Papier festgehalten und dann hab ich das für die beiden so gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben Vermittlungsagenturen kontaktiert, Angebote und Infos eingeholt – was das ungefähr kostet, wie man das über die Pflegekasse regeln kann. Das wusste ich bis dahin auch noch nicht aus meiner Praxis, das haben wir gemeinsam gelernt, mitten in der Situation. Schließlich hat er einen Vertrag mit einer Agentur unterschrieben, und die haben jemanden geschickt, der jetzt in dem ehemaligen Büro wohnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frau Bauer hat diesen Mann sofort gemocht. Weiß ich nicht warum, manchmal passt es einfach. Die Nächte wurden ruhiger, die Medikamente wurden eingenommen, und für einen vollen Kühlschrank war wieder gesorgt. Ich geh noch ab und zu bei den Bauers vorbei – aber nur um wieder meine ursprüngliche Aufgabe zu erledigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und gerade jetzt, wo ich mich an den Schreibtisch setze und diese Geschichte aufschreibe, kommt die Sonne durchs Fenster – und ich denk mir: Genau dafür mach ich das!</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Vertrauen in KA</title>
		<link>https://nenafreiburg.net/vertrauen-in-ka/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nils Adolph]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 07:49:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2026]]></category>
		<category><![CDATA[Demenz]]></category>
		<category><![CDATA[Mitgefühl]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der fernen Stadt KA lebte einst eine ältere Frau namens Meier. Sie wohnte allein weil ihre Angehörigen weit entfernt lebten. Gelegentlich hatte sie Schwierigkeiten mit ihrem Handy und dem Computer. Über eine fehlgeleitete Anfrage an eine Nachbarschaftshilfe aus einer anderen weit entfernte Stadt wurde ihr über private Kontakte Dr. Weber empfohlen. Er ist Physiker [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">In der fernen Stadt KA lebte einst eine ältere Frau namens Meier. Sie wohnte allein weil ihre Angehörigen weit entfernt lebten. Gelegentlich hatte sie Schwierigkeiten mit ihrem Handy und dem Computer. Über eine fehlgeleitete Anfrage an eine Nachbarschaftshilfe aus einer anderen weit entfernte Stadt wurde ihr über private Kontakte Dr. Weber empfohlen. Er ist Physiker und half ihr intitial das Handy einzurichten und er erklärte ihr ein paar Dinge am Computer.</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das erste Treffen war von einer vorsichtigen Distanz geprägt. Doch schon da begann zwischen den beiden ein zartes Band des Vertrauens und des Mitgefühls zu wachsen. Es kam wie es oft kommt: Dr. Weber kam bald regelmäßig vorbei, half bei Einkäufen, erledigte kleine Dienste in und um ihr rießiges Haus. Herr Weber und Frau Meier wurde zu Vertrauten die viele Dinge miteinander teilten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch mit fortschreitendem Alter verschlechterte sich der Zustand von Frau Meier. Eine schleichende Demenz nahm immer mehr Raum in ihrem Alltag ein. Bald arebeite Lukas mit einer engagierten Betreuung gemeinsam, die eingerichtet werden musste, um Frau Meier bestmöglich zu unterstützen. Trotz aller Fürsorge kam der Tag, an dem Frau Meier den jungen Physiker nicht mehr erkannte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach seinem Abschied von Ihr wurde Herr Weber noch einmal von der Betreuung eingeladen: zur Beerdigung. Dieser Nachmittag zeigte dem Physiker wie stark die Verbindung zwischen den Beiden in wenigen Jahren gewachsen war. Doch die Geschichte endete nicht dort: Überraschend wurde der Physiker mit einer kleinen Erbschaft bedacht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und das große Haus von Frau Meier wurde testamentarisch in eine Notwohnschlafstätte umgewandelt – ein oft kurzfristiger Unterkunftsort für Menschen, die akut obdachlos sind oder dringend einen sicheren Schlafplatz brauchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<item>
		<title>Vor lauter Fürsorge</title>
		<link>https://nenafreiburg.net/vor-lauter-fuersorge/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nils Adolph]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Mar 2026 11:47:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2026]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrdienst]]></category>
		<category><![CDATA[Überfürsorglich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frau S. war auf dem Weg zu einem verabredeten Treffen mit ihrer Klientin, einer hochbetagtenDame über 80 Jahre. Doch schon als Frau S. in der Nähe ankam, sah sie aus der Entfernung vonihrem Auto aus die Klientin gehen, die allerdings in die völlig falsche Richtung lief. Nicht nur dass sie schon ein paar wenige Schritte [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nenafreiburg.net/vor-lauter-fuersorge/">Vor lauter Fürsorge</a> erschien zuerst auf <a href="https://nenafreiburg.net">NeNa Freiburg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Frau S. war auf dem Weg zu einem verabredeten Treffen mit ihrer Klientin, einer hochbetagten<br>Dame über 80 Jahre. Doch schon als Frau S. in der Nähe ankam, sah sie aus der Entfernung von<br>ihrem Auto aus die Klientin gehen, die allerdings in die völlig falsche Richtung lief.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht nur dass sie schon ein paar wenige Schritte gelaufen war, nein, die Klientin ging entschlossen<br>und stetig weg vom vereinbarten Ort. Frau S. hielt an, beobachtete die Situation und spürte sofort<br>die wachsende Unruhe. Am liebsten hätte sie der Dame zugerufen, doch die Entfernung war zu<br>groß, sie würde sie nicht hören. Also hupte sie mehrmals wie verrückt, aber auch das half nicht. Die<br>Dame ging immer weiter in die entgegengesetzte Richtung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frau S. überlegte kurz. Würde sie den regulären Weg mit dem Auto nehmen, der nur geradeaus<br>ging, müsste sie einen weiten Umweg fahren. Die Sorge war groß, dass sie die Klientin dann aus<br>den Augen verlieren und vielleicht gar nicht mehr finden würde, auch weil es draußen bereits am<br>dämmern war und die Nacht bald hereinbrach.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da entdeckte Frau S. einen schmalen Weg, der wie eine Abkürzung aussah und direkt nach unten zu<br>der Straße führte, in welcher sich die Klientin immer weiter fortbewegte. Noch ganz auf die<br>Klientin konzentriert, fuhr Frau S. auf die Abkürzung zu und bog in sie ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Plötzlich polterte es sehr laut im Auto. Irritiert hielt sie abrupt an – doch da war es bereits<br>geschehen: Es handelte sich um eine Treppe! Mit ihrem Wagen war Frau S. eine Treppe<br>hinuntergerollt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Menschen um sie herum blieben stehen, schauten verdutzt und ungläubig. Unterhalb von der<br>Treppe stand nun ein Auto – und darin Frau S., selbst überrascht von dem, was gerade passiert war.<br>Zum Glück ging alles glimpflich aus! Niemand wurde verletzt. Selbst das Auto blieb unbeschadet.<br>Und die Klientin? Die konnte schließlich sicher erreicht und wohlbehalten begleitet werden,<br>nachdem Frau S. mit ihrem Auto anschließend zum Glück einfach weiter geradeaus fahren konnte<br>und nicht wieder die Treppe hoch musste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber Frau S. wird diese Situation nicht so schnell vergessen!</p>
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